„Bosch Picture of the Future“ – Konsortialtreffen in der ARENA 2036 in Stuttgart

Im Mai diesen Jahres ist das interdisziplinäre Projekt MOSAIK gestartet, das sich zum Ziel gesetzt, Methoden der Selbstorganisation zu erforschen, um Szenarien im Internet der Dinge (IoT) dezentralisiert umsetzen zu können. Das Konsortium wird von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) geleitet, die Projektpartner sind die Robert Bosch GmbH, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und unser Team von NETSYNO, sowie FESTO als assoziierter Partner.

Am 24. Juli traf sich das MOSAIK Konsortium in der ARENA 2036 um mögliche Anwendungen zum Thema Selbstorganisation direkt vor Ort bei dem Demonstrator des sogenannten „Bosch Picture of the Future“ zu besprechen.


Das Konsortium durfte die ARENA 2036 als einzigartigen Ort kennen lernen, an dem Forschung und Industrie zu einem Innovations-Biotop verschmelzen. Es handelt sich dabei um eine flexible Forschungsfabrik für die hardwarebasierte Wissensarbeit der Zukunft und steht für die gemeinsame Entwicklung von Produkt und Produktion für die Fabrik 4.0. Neben großen Unternehmen wie Bosch, Daimler, Siemens und Kuka, sind innerhalb der fast 6000 qm großen Halle der ARENA insbesondere auch KMU und Startups zu finden. Das Know How der großen Industrieunternehmen trifft hier auf die disruptiven Ansätze der Startups und kleinen Unternehmen und vermischt sich unter anderem durch die Anbindung an den Campus der Universität Stuttgart mit den wissenschaftlichen Akteuren aus der Region.

Die ARENA 2036 ist als Kooperationsplattform mit sieben Gründungspartnern gestartet. Inzwischen zählt das Partnernetzwerk 30 Mitglieder. Die Robert Bosch GmbH ist als Gründungsmitglied u.a. mit dem Forschungsprojekt „Bosch Picture of the Future“ (PoF) vertreten.


Bosch Picture oft the Future

Das „Bosch Picture of the Future“ ist ein Demonstrator und Versuchslabor innerhalb der ARENA 2036, welches sich mit der Frage nach der Fabrik der Zukunft beschäftigt. Die Fabrik der Zukunft soll sich schnell an sich ändernde Produktanforderungen anpassen und flexible Produktvarianten produzieren können. Die wandelbare Produktion präsentiert und erforscht Bosch sehr greifbar mit realen Produkten, Prototypen und 3D Simulationen.

Als Projektleiter des Praxispartners BOSCH gab Daniel Ewert einen Überblick über die technischen Möglichkeiten des Demonstrators. Die Schaltzentrale des Demonstrators ist durch ein Internet of Things Gateway names IoT Gateway Rack gegeben. Über diese Schaltzentrale läuft der Kommunikationsaustausch verschiedener Komponenten, dazu gehören ein virtualisierter Zwilling des Demonstrators, welcher über eine Videoleinwand Realität mit Virtualität verbindet, eine simulierte Produktion eines Surface Mounted Device Bauteils (SMD), verschiedene logistische Roboter, ein intelligenter Boden, welcher über LED´s Wege und Sicherheitszonen anzeigt und vieles mehr.

Im Anschluss an die Begehung des Demonstrators wurden innerhalb des MOSAIK Konsortiums, welches sich aus dem Lehrstuhl Technische Informationssysteme der Universität Erlangen-Nürnberg, der Arbeitsgruppe Intelligente Systeme der Universität Magdeburg, dem Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, der Robert Bosch GmbH sowie der mittelständische Firma NETSYNO Software GmbH zusammensetzt, Konzepte zur Selbstorganisation besprochen.

Um das wirtschaftliche Verwertungspotential der Forschungsarbeit im MOSAIK Projekt zu unterstützen und sicherzustellen, beteiligen sich die Robert Bosch GmbH und wir, die NETSYNO Software GmbH, am MOSAIK Projekt als Praxispartner.

Das Anwendungsgebiet für verteilte und selbstorganisierte Systeme ist groß

Im Rahmen des Besuchs in der ARENA 2036 wurden Anknüpfungspunkte zwischen den zu erwarteden Forschungsergebnissen im MOSAIK Projekt und möglichen Innovationen im Bereich der Industrie 4.0 gesucht. Diese Ansatzpunkte werden als Grundlage des Forschungsverlaufs dienen und damit die Verwertung in der Industrie sicherstellen.

Um einer betrieblichen IT den Weg zu ebnen, welche verteilter, offener und komplexer und damit robuster gegenüber Veränderungen in der Umgebung und Pertubation (Störungen) ist, sowie Monopole und Oligopole vermeidet, versuch das Konsortium über Prinzipien wie der Stigmergie (Indirekte Kommunikation über die Umgebung) Multiagentensysteme zu erzeugen, welche zielgerichtetes Verhalten ohne Zentrale Steuerung zeigen. Eine zentrale Anforderung an den Betrieb von Informationssystemen ist eine hohe Robustheit gegenüber Veränderungen in der der Umgebung und Pertubationen (Störungen). Das Konsortium versucht dieses Ziel mittels Prinzipien wie der Stigmerie Multiagentensysteme zu erreichen. Neben der Robustheit bieten solche Multiagentensysteme den Vorteil, dass sie nicht zu Plattformen mit Mono- oder Oligopolcharakter führen sondern Polypol fördern.

Das Treffen in der Arena zeigte, dass das Anwendungsgebiet für verteilte und selbstorganisierte Systeme groß ist. Das Konsortium fokussierte sich vor allem auf den Bereich selbstorganisierte Produktionsplanung und wird in den nächsten Wochen die Anforderungen weiter ausdifferenzieren und die Forschungsarbeiten darauf fokussieren.

Der Originalartikel ist auf der Webseite des MOSAIK Projekts erschienen: https://mosaikprojekt.de/2019/09/06/bosch-picture-of-the-future-konsortialtreffen-in-der-arena-2036-in-stuttgart/

Sie möchten mehr über das Projekt MOSAIK oder unsere Arbeit erfahren? Sprechen Sie uns gerne an!

Gianna Reich
Communication & Media
gr@netsyno.com

Das Projekt MOSAIK wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen: 01|S18070 A-E).