New Work oder die Frage, wie wir neue Arbeitsformen bei NETSYNO leben

New Work ist ein Thema, das immer stärker in den Medien auftaucht. Dass es auch Alternativen zum klassischen „Nine-to-Five-Job“ im Büro gibt, erfährt immer mehr Aufmerksamkeit bei Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern. Auch wir setzen uns bei NETSYNO schon eine ganze Weile mit dem Thema neue Arbeitsformen auseinander, forschen dazu, tauschen uns mit anderen aus und probieren, was für uns als Team gut funktioniert.

Während NETSYNO als kleines, von den Studenten Jonathan Denner und Daniel Rech gegründetes Start Up unter dem Namen NWEBS begann, sind wir mittlerweile über die Jahre zu einem mittelständischen Software-Unternehmen herangewachsen – mit 12 festangestellten Mitarbeitern, etlichen freien Kräften und einer damit einhergehenden wachsenden Verantwortung für unser Team, aber auch gegenüber unseren Kunden. Trotzdem haben wir uns den StartUp-Spirit der Anfangstage bis heute bewahrt und sind stolz, dass wir nach wie vor eine sehr unkonventionelle Firmenkultur pflegen. Sich auf Augenhöhe zu begegnen spielt dabei eine große und wichtige Rolle in unserem Team – was zugleich bedeutet, dass Arbeitszeiten- und weisen nicht von oben herab vorgegeben sind, sondern sich individuell entwickeln.

 

Vernetztes Arbeiten ermöglicht individuelle Freiheiten

 

Wie und wo jemand bei NETSYNO arbeitet, entscheidet sich anhand verschiedener Faktoren:

Die persönliche Lebenssituation
Wo lebt der Mitarbeiter, also in Karlsruhe oder außerhalb? Ist der Mitarbeiter flexibel oder durch Studium / Familie / Krankheit anderweitig gefordert?

Das Aufgabenfeld
Ist es notwendig im Büro zu sein um sich mit Kollegen abzustimmen oder vor Ort mit Kunden? Oder können die Aufgaben ortsunabhängig erledigt werden? Erfordert das aktuelle Projekt besonderen Einsatz?

Die persönliche Arbeitsweise
Frühaufsteher, Langschläfer oder Nachtarbeiter? Braucht jemand den sozialen Austausch mit Kollegen oder arbeitet er lieber allein?

Das wir als Mitarbeiter diese Freiheit genießen, basiert allerdings nicht nur auf unserer Startup-Mentalität, sondern vor allem auf unserer vernetzten Arbeitsweise, die es uns ermöglicht, zu jeder Zeit von überall aus auf alle relevanten Daten zugreifen zu können. Mit der von uns selbst entwickelten Plattform INOPAI haben wir ein digitales Werkzeug entwickelt, dass uns ganz nach unseren Bedürfnissen bei der kollaborativen Zusammenarbeit unterstützt.

 

Neue Wege erfordern Mut

 

Neue Arbeitsformen in einem Unternehmen zu etablieren und zu pflegen hat auf beiden Seiten, also als Arbeitgeber wie auch als Arbeitnehmer, viel mit der Bereitschaft zu tun, Neues zu wagen. Und im Zweifel auch mal zu scheitern (aber trotzdem weiter zu machen). Denn eine Garantie, dass durch neue flexible und digitale Arbeitsformen alles sofort besser läuft und alle glücklich sind gibt es nicht. Stattdessen steckt in so einem Wandel oft viel Arbeit, die mit der Beantwortung etlicher Fragen beginnt: Welche Modelle von New Work gibt es? Welche Modelle eigenen sich für das Unternehmen bzw. für welchen Mitarbeiter? Was kann damit konkret bewirkt werden? Welche Hard- und Software eignen sich für das flexible Arbeiten? Und wie geht man mit der neu gewonnen Freiheit und Verantwortung, insbesondere als Arbeitnehmer, um?

Auch wir holen uns bis heute stetig neuen Input zu dem Thema, probieren aus, überdenken Modelle und Methoden, passen sie an oder verwerfen sie. Dass es anderen Firmen auch so geht, sich die Arbeit am Ende aber oft lohnt, zeigen die Filme AUGENHÖHE und AUGENHÖHEwege. Das per Crowdfunding finanzierte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Frage aufzuarbeiten, wie die Zukunft der Arbeit aussehen kann und welche neuen bzw. alternativen Formen der Zusammenarbeit bereits heute in Unternehmen gelebt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Filme, die Firmen während dieses Wandels begleitet haben und ihre Hürden, aber auch Fortschritte dokumentieren. Parallel zu den Filmen gibt es die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Events zu informieren und auszutauschen. Weitere Infos sowie der Link zu den kostenlos verfügbaren Filmen gibt es auf unserem Blog unter http://blog.netsyno.com/2016/netsyno-zu-gast-auf-der-premiere-von-augenhohewege/).

Das New Work keine Modeerscheinung ist, sondern eine immer größer werdende Relevanz erfährt, zeigen auch die zahlreichen Studien, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Jonathan Denner, seines Zeichens nicht nur Geschäftsführer von NETSYNO, sondern ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Zürich, hat sich mit den Formen und Herausforderungen der „neuen Arbeit“ zusammen mit seiner Kollegin Gianna Reich im Rahmen der Smart Work Studie 2016 tiefgehender beschäftigt. Für die Studie sind im Juli und August 2016 insgesamt 26 Mitarbeiter in unterschiedlichen Rollen aus neun Schweizer Unternehmen im Rahmen von semi-strukturierten Interviews befragt worden. Die Interviews dienten dazu, die individuellen Sichtweisen auf Work Smart, insbesondere auf Methoden zur Etablierung, zu erfassen und zu einer reichhaltigen Darstellung der Wirkungsweisen zu kombinieren. Herausgekommen ist eine Orientierungshilfe mit erprobten Methoden, Case Studies und wertvollen Erfahrungen für Einsteiger und Fortgeschrittene, kostenlos verfügbar auf http://work-smart-initiative.ch/de/smart-arbeiten/studien-publikationen/work-smart-manual/.

Die Community wächst

 

Als Nächstes steht bei uns das LifeWorkCamp Karlsruhe am 5. und 6. Mai 2017 auf dem Plan, bei dem es darum gehen wird, sich mit Personalleitern und -entwicklern, Angestellten, Führungskräften, Projektleitern, Coaches, Visionären, Zukunftsforschern, Unternehmern, Geschäftsführern, Künstlern und Freidenkern im Rahmen eines Barcamps mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Arbeit der Zukunft aussehen kann und wie wir gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten und zufrieden leben können. Alle Infos zum LifeWorkCamp (das am 22./23. September auch in Berlin stattfindet) finden sich auf http://www.lifeworkcamp.de/. Vielleicht sehen wir uns?

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